Archive for the ‘Erfahrungsbericht’ Category

Gott ist immer noch im Heilungsgeschäft tätig

April 25, 2008

Wer mich gut kennt, weiß vielleicht, dass mein rechtes Bein nach einem Skiunfall im Januar 1979 3,5 cm kürzer wurde als mein linkes.

Nachdem ich Christ wurde und meine “Karriere” als charismatischer Christ und Pfingstler begann, beteten einige Leute für die Heilung meines Beines (einschließlich ich selbst). Ich erlebte zwar wie andere Menschen geheilt wurden aber ich offensichtlich nicht (zumindestens erlebte ich keine Spontanheilung).

Vor ungefähr zwei Monaten passierte etwas Merkwürdiges. Ich hatte gerade in einem Gottesdienst gedolmetscht, als mich ein Gast ansprach, der früher Orthopäde gewesen war und ein eigenes Geschäft gehabt hatte. Er meinte die Schuhsohlen und Absatzerhöhung meines rechten Schuhes sei zu hoch (zu diesem Zeitpunkt betrug sie 3 cm) und  machte ein Stück meiner Sohle ab.

Ich hatte Angst mich zum Gespött zu machen. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass mein (damaliger) Hausarzt, (der kein Christ ist) mit seinem Latein am Ende war, was meinen allergischen Husten betrifft, an dem ich leider immer noch leide… Deshalb ging ich nicht zu ihm,  sondern zu Jens, einem Arzt, den ich persönlich kenne und der Christ ist.

Ich erzählte ihm, was mir dieser Orthopäde gesagt hatte und ließ mein Bein nachmessen.

Als er das erste Mal maß, war es nur noch 2,5 cm kürzer. Beim nächsten Besuch machte Jens BowTech mit mir, das sind Griffe, die die Selbstheilungskräfte des Körpers stimulieren.

Ein paar Wochen später dolmetschte ich wieder. Der selbe Gast wies mich drauf hin, dass meine Schuhsohlen und Absatzerhöhung 0,6 cm zu hoch sei.

Jens maß mein rechtes Bein noch mehrfach in den vergangenen Wochen. Einmal war es sogar nur noch 1,2 cm kürzer.

Nachdem Manu meinen blog in cci-world gelesen hatte betete er am 30.12.07 für mich.

Die darauffolgende Woche kaufte ich mir 4 paar neue Schuhe. Ich war mir aber immer noch nicht sicher, ob ich nun völlig geheilt sei oder nicht. Trotz Schmerzen zog ich am 06.01.08 erstmals meine neuen Schuhe (ohne Schuhsohlen und Absatzerhöhung und Einlagen) zum Gottesdienst an. Nach dem Gottesdienst betete Ingrid Hoffmann für die Heilung meines Beines. Die darauffolgenden drei Tage waren Christa und ich vollkommen überzeugt, dass Gott mein kürzeres Bein geheilt hatte und nun beide Beine  gleich wären. In emails an Freunde berichtete ich von dieser – wie ich glaubte – vollständigen Heilung.  Der nächste Arzttermin kam am 10.01.08. Jens schaute sich auch mein Bein an und stellte fest, dass es immer noch 1,5 cm kürzer war. Das war für mich sehr enttäuschend. Ich hatte wirklich geglaubt (nicht nur in der Theorie damit übereingestimmt, dass Gott mich heilen kann), auch meine Handlungen (Schuhe kaufen, in diesen zu laufen ohne Einlage oder Schuhsohlen- und Absatzerhöhung, Verbreiten der Nachricht von meiner vollständigen Heilung), zeugte von meinem Glauben und dann wurde ich mit den sichtbaren Fakten konfrontiert..

Am 13.01.08 besuchte ich die “Healing Rooms” (Heilungsräume) in Hanau. Guiseppe und seine Frau (ein italienisches Ehepaar aus unserer Gemeinde) beteten für mich und ich kaufte mir auch die Heilungs CD. Ich hörte sie mir mehrmals an und sprach die Bibelverse und Proklamationen über Heilung nach.  

Ich bin immer noch vollkommen davon überzeugt, dass Gott mein Bein vollständig heilen will. Er kann dies spontan oder Schritt für Schritt tun…

Sich entmutigt oder enttäuscht zu fühlen so wie ich mich fühlte ist keine Schande, aber es ist wichtig  wieder aufzustehen und den Herrn zu preisen, egal wie unsere Umstände oder Gefühle sein mögen, weil Gott es immer  verdient angebeten zu werden in jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens. 

Jesus, ich liebe dich!

 

Wie die Lehre der Gerechtigkeit mein Leben veränderte

April 25, 2008

Von der Lehre der Gerechtigkeit (auch Lehre von der Identität genannt) hörte ich das erste Mal im Herbst 2006.

Zu diesem Zeitpunkt leiteten meine Frau und ich einen Hauskreis der PGI Aschaffenburg.

Pastor Daniel gab uns das Buch von Richard Hays „Gerecht gesprochen“ zum Lesen. Dies sollte unser   künftiges Arbeitsbuch werden? Das ist doch etwas für Neubekehrte dachte ich. War ich nicht bereits ein reifer Christ?  Schließlich hatten meine Frau und ich   einen Bibelschulabschluss von Brownsville Revival School of Ministry (BRSM).

Ich verspürte eine tiefe Abneigung. Zunächst wollte ich es gar nicht lesen. Dann las ich es, widerwillig und mit einer sehr kritischen Einstellung.

Ich suchte nach Schwachpunkten, falscher Lehre,  um letztendlich zu beweisen, dass das ganze nicht praxistauglich sei.

Bevor ich Christ wurde, hatte ich selber unter starken Minderwertigkeitsgefühlen gelitten. Inzwischen hatte ich aber in vielen Bereichen Heilung erlebt. Ich hatte sowohl denen vergeben, die mich verletzt hatten als auch Jesus gebeten meine seelischen Verletzungen zu heilen.

Einen Hauskreisabend zu diesem Thema zu machen war in Ordnung, aber wochenlang aus diesem Buch zu lehren?  Diese Lehre sollte Deutschland transformieren? Das konnte ich nicht glauben. 

Einen größeren Durchbruch erlebte ich als PGI Aschaffenburg komplett die erste Apostolische und Prophetische Konferenz in Kirchkeim im November 2006 besuchte.

Am ersten Tag dachte ich zunächst ich sei hier im „falschen Film“. Den Prophetien für unser Land Glauben zu schenken fiel mir schwer. 

Ich hatte schon einige gehört, bzw. gelesen, erfüllt  zu haben schien sich davon noch keine einzige. Schließlich sprach ich mit Pastor David von der PGI Frankfurt/M über meine Zweifel.

Diese verschwanden und ich wurde ermutigt neu an die ausgesprochenen Prophetien zu glauben..

Trotz dieser anfänglichen Zweifel hatte ich eine großartige Zeit. In den Veranstaltungen war die Salbung Gottes sehr stark präsent. Mein ehemaliger Dekan von BRSM würde sagen: „God is in the house“ (Gott ist mit seiner manifesten Gegenwart im Gottesdienst präsent)

Ich erlebte erlebte eine tiefe Freude, Ausgelassenheit und Freiheit in der Anbetung, wie ich sie noch nie zuvor in einer Konferenz in Deutschland erlebt hatte. Um es kurz zu machen ich wurde sehr stark von Gott berührt; einmal lag ich sogar auf dem Boden und stöhnte in Geburtswehen (dies ist eine Art von Gebet, die tief aus dem Herzen Gottes kommt und die Gottes Absichten wie in einem Geburtsprozess in Existenz bringt).

Im Frühjahr 2007 fing Petra  an einige Lektionen des Buches „Gerecht gesprochen“ zu lehren. Leider konnte sie es nicht zu Ende lehren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch wenig Erkenntnis über dieses Thema. Daher schätzte ich Petra’s Lehreinheiten noch nicht so sehr.

Die Pfingstkonferenz in Hanau, ein Seminar mit Alfredo, ein weiteres Seminar von Bruno über die Endzeit vertieften mein Verständnis ebenso wie die 2. Prophetische und Apostolische Konferenz in Kirchheim. Dieses Mal wurden wir noch stärker gesegnet als beim ersten Mal.

Diese Konferenz ist ein absolutes Muss für jeden der Reformation möchte (ich kann sie jedem nur wärmstens empfehlen).

Die Lehre der Gerechtigkeit hat mein Gebetsleben auf den Kopf gestellt.

Ich bete täglich, dass Gott mir immer mehr Offenbarung und Verständnis darüber gibt:

Wer ich bin (über meine Identität),

Wer ER ist (über die Natur Gottes, sein Vaterherz)

und dass Gott mich immer mehr in meiner Berufung (Vater und Mentor zu sein) hineinführt.

Ich habe verstanden, dass die Lehre der Gerechtigkeit nicht nur eine Lehre ist, sondern ein Lebensstil. Sie ist der Schlüssel für eine neue Reformation. Diese Reformation braucht unser Land so notwendig, wie ausgedörrtes Land den Regen.

Ich weiß, dass es noch viel mehr an Offenbarung zu diesem Thema gibt und ich will alles aufsaugen, was es dazu gibt. Dies führte uns auch in die FCG Hanau, weil das ganze Fundament der Gemeinde auf dieser Lehre aufgebaut ist (hier mach ich mal ein bisschen Schleichwerbung für unsere Gemeinde).

Mein Gebetsleben hat sich total verändert: Ich muss Gott nicht zu etwas überreden oder ihn anflehen etwas zu tun, was er sowieso möchte (z.B. dass jemand Ja zu diesem Bund mit Jesus sagt, also Christ wird)

Ich habe aufgehört zu beten: „Herr gib mir Liebe für Person X“.

Jetzt bete ich: Herr danke, dass deine Liebe heute aus mir herausfließen wird im Umgang mit meinen Kolleginnen und Kollegen.

Diese Lehre hat auch einen sehr positiven Einfluss auf mein Selbstwertgefühl. Es beeinflusst  die Art und Weise, wie ich mit anderen umgehe.

Hier drei Beispiele:

Äußert sich eine Kollegin oder ein Kollege negativ über sich sage ich ihr bzw. ihm, dass er wertvoll ist.

Ist eine meiner Kolleginnen wegen der Menge an Arbeit niedergeschlagen, ermutige ich sie, dass sie es schaffen kann.

Ich zeige ihnen, dass ich sie gern habe.

Sehr froh bin ich, dass ich mich den beiden Kolleginnen, mit denen ich zusammenarbeite (ihr seht sie in meiner Fotogalerie)  sehr gut verstehe.

Wir verstehen uns als Team.

Beide könnten vom Alter her meine Töchter sein. Unser Umgang ist freundschaftlich. Manchmal nenne ich sie meine Ersatztöchter und wir haben auch viel Spaß miteinander.

Ein weiteres Beispiel:

Im Umgang mit einem Kollegen hatte ich Probleme. Um ehrlich zu sein ich mochte ihn nicht, weil er mich durch seine Kommentare mehrfach verletzt hatte. Aber Gott veränderte mich und auch unsere Beziehung zueinander. Einmal sagte ich sogar zu ihm, dass er ein wertvoller Mensch sei.

Es hat mich auch sehr ermutigt Beiträge für das Netzwerk zu schreiben da ich jetzt weiß, dass ich (und nicht nur ich) etwas zu sagen habe ….

Inzwischen kann ich es gar nicht mehr erwarten, bis Petra endlich alles lehrt, was sie in Mexiko und in „foundations“ gelernt hat.

Ich bin hungrig danach und ich will alles aufnehmen, was ich aufnehmen kann.

Meine Frau und ich haben jetzt begonnen Spanisch zu lernen und bereiten uns auf Masterbuilder 2009 vor.

Danken möchte ich Richard Hays, dass er dieses Buch „Gerecht gesprochen“ geschrieben hat, Pastor Daniel und Petra, die uns mit der Lehre der Gerechtigkeit bekannt gemacht haben, Pepe, Alfredo, Bruno Zimmerli, Klaus Morwinski und alle anderen, die die Apostolisch-Prophetischen Konferenzen in Kirchheim organisiert haben.

Ich hab euch lieb

kadosh

Wenn Gott einen Esel gebrauchen kann, dann kann er DICH auch gebrauchen!

April 25, 2008

In der Schule war ich ein Außenseiter. Bei Spielen war ich der, der als letzter übrig blieb. Sport war nicht gerade mein Paradefach und ich fühlte mich sehr minderwertig. Zuhause wurde ich oft von meinem Vater kritisiert.  Bemerkungen wie „du hast zwei linke Hände“, was so viel bedeutete wie du bist handwerklich total unbegabt verletzten mich. So erlitt ich viele seelische Wunden.

 

Nachdem ich Christ wurde vergab ich meinem Vater und meinen Klassenkameraden. In vielen Bereichen hatte mich Jesus bereits durch Gebet von seelischen Verletzungen geheilt. Trotzdem gab es immer noch Bereiche, in denen ich mich minderwertig fühlte.

 1999 – 2000 nahmen meine Frau und ich am „Top Training, einem Kurs für Leiter und Mitarbeiter im CZF teil. Es gab viele Möglichkeiten zu predigen. Christa nahm die Herausforderung an und predigte. Ich tat es nicht.

Ich hatte einfach nicht den Mut dazu. Ich glaubte: Entweder gibt mir Gott keine Botschaft, meine Botschaft ist für andere uninteressant oder noch schlimmer: Ich verliere mitten in der Predigt den Faden und alle lachen mich aus. 

 

Im März 2002 bekam ich eine sehr wichtige Prophetie von Joshua Jacobs, einem Propheten aus Australien. Ein Teil davon war: „Du wirst ein Vater sein für die vielen Kinder, die an diesen Ort kommen (im Original: „You will be a father to the many children walking to this place) „Du hast die Salbung eines Vater („you have the anointing of a father“) und „es wird jetzt beginnen“ („and it will start right now“)

 

Im August 2002 zogen wir nach Pensacola, FL. Wir studierten an der Brownsville Revival School of Ministry (BRSM). Teil dieses Studiums waren auch  Praktika. Ich wusste,  Gott hatte mich zur Vaterschaft berufen , aber was bedeutete das konkret? Das wusste ich nicht. Bedeutete es Vater zu sein für Kinder? Bedeutete es Mentor für junge (neubekehrte) Christen zu sein oder beides?

 

Ich spürte, dass Gott mich als Helfer in der Side Walk Sunday School (Anm. das ist eine evangelistische Kinderarbeit unter Kindern aus sozialschwachem Milieu) haben wollte.  Ballspiele und Sport waren ein Teil davon. Da sank mir das Herz in die Hose. Bestimmt würde man mich auslachen.  Beinahe hätte ich „nein“ gesagt. American football gehörte z.B. dazu. Das hatte ich  noch nie zuvor gespielt. Greg ein Mitarbeiter dieses Dienstes erklärte mir sehr geduldig die Regeln. Er zeigte mir was ich zu tun hatte und stellt euch vor: Niemand lachte mich aus.

 

Das war eine sehr positive und ermutigende Erfahrung für mich.

 

Unsere Nachbarskinder (Tyrone, William und Shakira, drei Afroamerikaner, ihr seht sie auf Fotos in meiner Fotogalerie) besuchten uns häufig. Ich spielte oft mit ihnen. Mit den Buben spielte ich Basketball. Der älteste war sehr athletisch. Natürlich war er mir im Basketball weit überlegen. Aber das war egal.  Was zählte, war, nicht wie gut oder schlecht ich Basketball spielte, sondern dass ich mit ihnen spielte.

 

Das war eine sehr wichtige Lektion, die ich lernte:

 

Wie gut ich ein Spiel beherrsche, ob ich eine gute oder schlechte Figur beim Sport mache ist Kindern eigentlich egal. Für sie zählt einfach, dass ich mit ihnen spiele.   

 

Ich lernte Sport und Spiele als gute Möglichkeiten zu schätzen um Kindern Liebe auszudrücken. Beim Basketball beispielsweise drückst du die Liebe Gottes auf dreierlei Art aus:

Durch Ermutigung (indem du ihre Fähigkeiten lobst, z.B. „gut gemacht“- gelobt werden solche Kinder ja selten) , Berührung (auf die Schulter klopfen) und dadurch, dass du einfach für sie da bist (ihnen deine Zeit widmest, als ob sie die wichtigsten Personen des ganzen Universums wären). Allein die Tatsache, dass du als Erwachsener mit ihnen Zeit verbringst bedeutet ihnen sehr viel.

 Diejenigen von euch die das Buch die „Fünf Sprachen der Liebe für Paare“ und / oder das Buch die „Fünf Sprachen der Liebe für Kinder“ kennen wissen wovon ich spreche. Beide Bücher waren meine Lehrbücher in der Bibelschule und ich kann sie nur wärmstens empfehlen.

Die beiden anderen Liebessprachen, die ich noch nicht erwähnt habe heißen: „dem anderen etwas zu schenken“ und „etwas für den anderen tun“

Das „Vater und Sohn Campingwochenende“ kam. Eine tolle Idee. Gedacht war es insbesondere für Kinder von Alleinerziehenden. Hier sollten sie die Gelegenheit haben wenigstens an einem Wochenende die Liebe eines Vaters, bzw. Mentors zu erleben. Viele von ihnen hatten ja noch nie solche Sätze wie “ich liebe dich” von ihrem (leiblichen) Vater gehört.   

Ich hatte den Eindruck, ich sollte mit Tyrone, dem jüngsten meiner Nachbarkinder an diesem Wochenende teilnehmen. Die Aussicht auf einen Samstag vollgepackt mit Sport und Ballspielen machte mir Angst. Schließlich überwand ich meine Furcht.

Wir gingen zusammen hin und hatten  eine super Zeit.

 Auf der Bibelschule wählte ich den pastoralen Zweig. Dies bedeutete Homiletik“ (das ist ein Fach, in dem man lernt, wie man eine Predigt aufbaut) als Pflichtfach. Es bedeutete auch vor mindestens 10 Leuten zu predigen oder noch schlimmer vor der ganzen Klasse. Die absolute Horrorvision für mich.

Jede Woche wurden mehrere per Los gezogen und durften predigen. Bisher war der Kelch immer an mir vorübergegangen. Das sollte sich bald ändern. Mike, ein Mitstudent und guter Freund von uns warnte mich schon mal vor. Er hatte einen Eindruck von Gott empfangen, ich sei am darauffolgenden Freitag mit Predigen dran. Er riet mir, mich schon mal darauf vorzubereiten.

Vorzubereiten gab es eigentlich nicht viel.  Vorbereitet sein musste ich auf sämtliche Predigtentwürfe der verschiedenen Predigtarten, die wir zu diesem Zeitpunkt bereits kennengelernt hatten. Einen davon würde ich predigen, welchen würde ich erst in der Klasse erfahren. Mehr als Beten und Gott vertrauen, dass es irgendwie laufen würde konnte ich eigentlich nicht.

Besagter Freitag kam. Ich wurde gezogen und predigte meinen Predigtentwurf über den Missionsbefehl (Matthäus 28:16-20).

Diese Predigt war wirklich vom Geist Gottes gesalbt und kraftvoll. Ich vergaß auch nicht, was ich sagen sollte. Ich bekam sogar eine Menge Applaus von meinen Mitstudenten. Ich hatte eine weitere wichtige Lektion gelernt:

Wenn Gott dich dazu beruft etwas zu tun, kannst du es auch tun, weil er es ist, der dich dazu befähigt es zu tun.

 

Diese Lektion wurde sehr bald auf die Probe gestellt.

Christa und ich nahmen an einem privaten Missionstrip in New Orleans teil. Dort diente Ron (ein BRSM Absolvent) mit anderen zusammen Randgruppen. Die Arbeit war so eine Mischung aus Drogenrehabilitation und Jüngerschaft. (ein bisschen vergleichbar mit „Teen Challenge“)

 

Ich erhielt die Gelegenheit zu lehren.

Meine Vorbereitungszeit betrug eine halbe Stunde. Einige Zeit zuvor hätte ich noch nach Ausreden gesucht, um mich davor zu drücken: wie: „Ich habe nicht genug Vorbereitungszeit“ „Ich kann das nicht, weil ich keine Lehrgabe habe“ „Ich habe keine Botschaft für sie“ und so weiter ….

 

Ich nahm die Herausforderung an. Ich lehrte eine Lektion von „Solutions“. Solutions ist ein Grundkurs in „Innerer Heilung“ – Heilung von seelischen Verletzungen, insbesondere durch Eltern.  Es klappte prima.

 

Zurück in Deutschland schloss ich mich den Royal Rangers an. Ich durfte ein bisschen Kindheit nachholen. Danke Gott!

Ich wurde Stammleiter der Royal Rangers Aschaffenburg. Im Grunde nur, weil es kein anderer machen wollte. Pfadfinderkenntnisse hatte ich absolut keine. Ich war auch nie zuvor Pfadfinder gewesen.

Ich ging auf ein Ausbildungscamp, das NTC (Nationales Trainings Camp).

Ich hatte Angst, ich könnte etwas vergessen. Ich könnte zu blöde sein die Knoten zu lernen, ein Feuer mit drei Streichhölzern anzuzünden etc.  Alles lief letztendlich prima.

 

Einige Monate später folgte das NTT (Nationaler Trainings Trail – ein Ausbildungstrail). Dies war eine weitere, physische Herausforderung für mich. Damals hatte ich noch ein 3,5 cm kürzeres Bein (jetzt ist es nur noch 1,8 cm kürzer).

Das war eine 2 tägige, insgesamt 45 km lange Wanderung mit 12 kg Gepäck auf dem Rücken, einer topographischen Karte und einem Kompass. Daneben gab es noch eine Reihe von Stationen wo man entweder etwas machen musste (Abseilen von einem Turm und andere kleine Mutproben) oder etwas beigebracht bekam. 

Um es kurz zu machen. Gott half mir auch da durch und ich schaffte es.

Was ich lernte war:

Wenn Gott dir Gott eine Aufgabe überträgt, dann gibt er dir auch die Fähigkeiten, die Energie und die Kraft es zu tun (auch dann wenn du davor Angst hast)

PS: Vergiss nicht:

Wenn Gott einen Esel gebrauchen kann, dann kann er auch Dich gebrauchen

 Anmerkung: Wer jetzt immer noch glaubt, dass Gott ihn nicht gebrauchen kann, der kann gerne mal die Geschichte mit Bileam und der sprechenden Eselin nachlesen.

Ihr findet sie in 4. Mose 22:28 – 30